Tagebuch

Tagebuch RAAM 2018

Tagebuch ist bald verfügbar

Wir sind gerade dabei die Daten auszuwerten und werden das Tagebuch so schnell wie möglich aktualisieren und alle Blutzuckerwerte sowie Leistungsdaten zur Verfügung stellen.

Tag 24 - 17.6.2018

Viele kleine Problemchen zerren an der Motivation. Müdigkeit, Seitenwind, Highway,Schaltung und vieles mehr. Doch solche Phasen gehören zum Rennen einfach dazu. Bei einem kurzen Stop um mich mit Sonnencreme einzucremen sprach mich ein kleines Mädchen an. Wie sich herausstellte war es die Tochter von Bob Fourney, welcher 1990 und 1991 das RAAM gewonnen hat. Auch er selbst wünschte mir alles Gute. Zwei Kreuzungen später hatte die Kleine schon ihr Rad dabei und sie begleitete mich ein paar Meter. Auch sie will, wenn sie alt genug ist, das RAAM bestreiten. Da ich heute überhaupt nicht in meinen Rhythmus gefunden habe und immer sehr müde war, entscheiden wir die Schlafpause zu Mittag auf 2h zu verlängern.
Nach der etwas Längeren Schlafpause in El Dorado kam das Mädchen wieder und bittete mich um ein Autogramm, mein Erstes.

Tag 23 - 16.6.2018

Mitten in den Rockys geht`s auf die letzten zwei Pässe. Der Erste wurde mit Rückenwind gleich geschafft. Bis knapp zur Timestation hielt der Rückenwind an dann mussten wir leider eine 90 Grad Kurve machen und so hatten wir Seiten Wind. Jetzt ging`s noch auf den Letzten Pass, dem Cucharas Pass. Am Anfang noch mit Gegenwind Gekämpft merkte ich dass mein Airstreeem Rad nicht rund lief. Schnell auf`s Cervelo gewechselt und weiter ging`s. Kurz vor der Passhöhe Pflückte mein Team Ein Paar Blumen die ich Brigitte zum 6. Hochzeitstag schenkte. Mit „I am from Austria“ erreichten wir die Passhöhe wo Das restliche Team wartete. Ich fuhr gleich zu Brigitte um Ihr die Blumen zu überreichen. Warm angezogen ging es dann 50 Meilen nach unten zur nächsten Timestation wo ich meine Nachtschlafpause abhielt.
Frisch und Munter ging es 5 Stunden mit starkem Wind am Rad einem Traumhaftem Sonnenaufgang entgegen. Etwas eintönig, aber genial ging es von Timestation 21 Kim zu Timestation 22 Walsh. Immer geradeaus und mit Rückenwind kann man ohne viel Kraftaufwand eine Meile nach der anderen herunterspulen. Dies war die letzte Timestation Colorado und nun geht es weiter nach Kansas!
Heute fuhr ich mit einem zweitem CGM System um Vergleichswerte zu bekommen. Jedoch stimmten die Werte des zweiten Systems Großteils nicht und so bleibe ich bei meinem Eversense von Roche

Tag 22 - 15.6.2018

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der Rock Mountains. hierfür gab es einen fixen Plan wie wir diese überqueren. Hintergrund hierfür ist die Gefahr einer Atemwegserkrankung wenn man sich länger in großer Höhe aufhält. Pausen durften nur unterhalb von 8.000 feet gemacht werden. Wie eine Dampfmaschine arbeitete ich mich auf den Wolf Creek Pass und erreichte die Passhöhe (höchster Punkt des Rennens mit 3.300hm) um 7:59Uhr. Oben begann es leicht zu nieseln, doch das schreckte uns nicht ab. Gut eingepackt von Kopf bis Fuß startete er in die 20 Meilen lange Abfahrt zur nächsten Timestation, um dort meine Schlafpause abzuhalten.
Dieser Abschnitt prüfte mein Durchhaltevermögen. Hat doch noch alles gut begonnen, mit leichtem Gefälle und Rückenwind. Auf einmal drehte der Wind und ich hatte mit böigen Gegenwind zu kämpfen. Dazu kam noch regen und ich hatte noch 20 Meilen bis zur Schlafpause in Alamosa vor mir. Mein Team motivierte mich mit allen Mitteln und so spulte ich Meile für Meile ab.
Mein Blutzucker pendelte sich heute bei +- 200 ein und es wurde keine Regulierung vorgenommen. Beim Aufstieg zum Wolf Creek Pass überprüften wir auch die Sauerstoff Sättigung welche mit steigender Höhe deutlich nach unten ging und so kam ich oben mit einer Sättigung von 77% an. (Normalwert 94-100%)

 

Tag 21 - 14.6.2018

In Flagstaff machten wir unsere geplante Schlafpause im Wohnmobil. Zeit für den täglichen medizinischen Check up. Aufgrund der laufenden Blutverdünnung nach einer Beinvenenthrombose im letzten Jahr muss die Gerinnungseinstellung regelmäßig kontrolliert werden. Heute zeigte sich ein deutlich erhöhter Wert, unter diesen Bedingungen war an eine Weiterfahrt nicht zu denken. Das Risiko einer bedrohlichen Blutung bei Sturz konnten und wollten wir nicht eingehen. Die Stimmung im Team war am Boden. Niemand wollte das das Rennen so endet. Eine Zwangspause von ca. 8h musste eingelegt werden. Diese wurde einerseits zum Schlafen, anderseits für physikalische Maßnahmen genützt. Mit Spannung erwarteten wir den neuen Gerinnungswert welcher schlussendlich auf einen akzeptablen Bereich gesenkt werden konnte und so führte uns die Reise weiter auf die Route 66.
Im Land der Navajo und Hopi. Hier galt stets der verpflichtende Follow-Modus, was für meine Crew bedeutete, dass sie nur das Auto verlassen können wenn ich stehen bleibe. Zu ihrem Leidwesen ging es mir am Weg nach Kayenta (TS 11) sehr gut und ich machte nur sehr wenige Pausen. Neben der wunderschönen Landschaft war der Sonnenaufgang ein Highlight.
Doch der womöglich beeindruckenste Abschnitt dieses Rennens lag noch vor uns. Das Monument Valley. Zur Wunderschönen Landschaft kam noch permanentes Gefälle und Rückenwind. So konnte ich mühelos durch diesen Abschnitt treten und die Landschaft genießen. Mein Team erwartete mich am "Forrest Gump Point" um mich für meine weitere Fahrt zu motivieren.
Mein Blutzucker befand sich den ganzen Tag im oberen Bereich und wir mussten zwei mal 1IE Insulin abgeben um im Zielberich zu bleiben.

Tag 20 - 13.6.2018

Nach der ersten Schlafpause ging es 30 Meilen weiter zur Timestation 6. Diese ist beim RAAM schon sehr berühmt, da es dort immer einen Pool gibt in den Racer und Crew sich abkühlen können. Hier einmal den Kopf hineingesteckt und schon ging es weiter. Auf dem nächsten Abschnitt erwartete legten wir wieder ein paar Höhenmeter zurück und kamen das erste mal über 2000 Höhenmeter. Die Sonne knallte nach wie vor vom Himmel und so freute ich mich schon auf die Nacht. Den letzen Abschnitt durfte ich im Shuttle mitfahren da eine Baustelle das fahren unmöglich machte. Diese Pause wurde sofort zu schlafen genutzt. Nach dem Teamwechsel machte mir die Müdigkeit gleich große Schwierigkeiten. Nach dem ich nicht mehr entscheiden konnte ob ich links oder rechts von der Linie fahre entschieden wir uns einen Powernap einzulegen. Leider nutzte dies nicht viel und so blieb uns nicht viel anderes übrig als kurze Zeit darauf das ganze zu wiederholen. Als alles nichts half entschieden wir uns eine Koffeintablette zu nehmen um endlich munter zu werden. Dies half auch für kurze Zeit und so konnte ich bis zu nächsten Timestation (TS 9) weiterfahren, wo wir um 12:00 Uhr die nächste Schlafpause geplant hatten.

Tag 19 - 12.6.2018 - START RAAM 2018

Heute um 13:03 war es endlich soweit. Ich bin ins Rennen gestartet. Gleich bei der ersten Abfahrt gab es schon ein kleines Problemchen. Mein Radcomputer (Garmin) löste sich durch den schlechten Straßenbelag aus seiner Halterung und fiel zu Boden. Das Display hat ein paar Kratzer abbekommen. Ansonsten passt aber alles. Keine 2 Stunden später gab es den zweiten Schockmoment. Hier hab ich wieder etwas fürs Leben gelernt. Wer bei einem Stoppschild nicht aus den Clicks kommt, fällt um. Dabei wurde leider die Schaltung von meinem Airstreeem Rennrad beschädigt. Ich hoffe meine Crew biegt das wieder hin.
Danach hab ich gut ins Rennen gefunden und so war die erste Timestation in Borrego Springs gleich erreicht. Auch der Wechsel in die Nacht hat gut funktioniert. Das Radlicht wurde montiert und die Crew ist in den Follow-Modus gewechselt.
Nach dem Crewwechsel um Mitternacht begann die Müdigkeit. Diese zog sich bis in die Morgenstunden und auch ein Powernap konnte hier nicht helfen. Der Sonnenaufgang hat dann alle diese Strapazen entschädigt und mit diesem Hoch ging es ab in die Wüste. Bei über 40 Grad im Schatten durfte ich mich hier abstrampeln. Mein Team übergoss mich literweise mit Wasser, um mich abzukühlen. Mit Rückenwind auf den letzten 10 Meilen erreichte ich nach 24 Stunden meine erste Schlafpause. Davor wurde ich von meinem Physio Patirck, meiner Ärztin Susi sowie von Brigitte rundum versorgen.
Meine Blutzuckerwerte waren die meiste Zeit im grünen Bereich, und so gab es nie Leistungseinbrüche. Nur vor der Schlafpause fielen meine Werte in den Keller.
Hier findet ihr die Werte vom ersten Tag, die restlichen folgen Morgen.

Tag 18 - 11.6.2018

Heute ging es für uns schon wieder früh los, denn um 9:00Uhr war die Inspection. Bei dieser mussten alle Vorbereitungen fürs Rennen abgeschlossen sein. Das heißt, die gesamte Beklebung der Fahrzeuge sowie der Räder mussten passen, die Helme mussten überprüft werden und alle Beleuchtungseinrichtungen wurden gecheckt. Als dies abgehakt war fiel uns ein Stein vom Herzen, denn jetzt war auf Dominiks Checkliste nur noch der Fototermin offen. Diesen absolvierten wir um 16:00 Uhr und gingen anschließend ins Racer Meeting, wo jeder Teilnehmer vorgestellt wurde. Den Abend ließen wir wieder mit einer Besprechung in unserem Wohnmobil ausklingen wo wir den Startvorgang des Rennens durchdachten. Anschließend früh ins Bett um morgen fit für den Start zu sein.

Tag 17 - 10.6.2018

Nach dem Rattenfund im Pool konnten wir den Tag mit einem ausgiebigen Frühstück beginnen. Um 9:00 Uhr fuhren wir zur Anmeldung und holten uns die gesamten Startunterlagen. Zurück im Hotel starteten wir mit den Umbauarbeiten an unseren Fahrzeugen. Die Sponsoren wurden aufgeklebt, Licht und Lautsprecher montiert und mit dem Innenausbau begonnen. Dominik besuchte mittag das Crewchief-Meeting und konnte so einen weiteren Punkt auf seiner Checkliste abhaken. Komplett ausgehungert (mein Team, nicht ich. Selbst schuld dass sie keinen Schlagobers trinken) machten wir uns am späten Abend auf  zum Essen, und ließen den Tag mit einer Pizza und einem Bierchen ausklingen.

Tag 16 - 09.6.2018

Heute gab es viel zu tun. Zuerst fuhren wir mit unserem gesamten Gepäck von Borrego Springs nach L.A. Am Weg füllten wir noch unseren Schlagobersvorrat auf und testeten eine neue Geschmacksrichtung, Kirsche. Ab heute gibt es als Vorbereitung nur noch flüssige Nahrung. In L.A. trafen wir uns mit unserem Team und fuhren dann gemeinsam weiter nach Oceanside. Mittlerweile haben wir alle Autos und Crew Mitglieder beisammen und so können wir morgen in der Früh gleich mit der Anmeldung und dem Umbau der Fahrzeuge beginnen. Zum Ausklang gab es am Abend noch einen Informationsaustausch wo wir so einiges über die Abenteuer der Crew erfuhren. Von fast verpassten Flügen, über Rausschmisse im Casino, ewige Wartezeiten beim Wohnmobil bis hin zur Unfähigkeit zum Tanken.

Tag 15 - 08.6.2018

Als Erinnerung an die gemeinsame Zeit in Borrego Springs mit Christoph Strasser machten wir ein gemeinsames Foto. Heute das letzte Wüstentraining bei angenehmen 42 Grad. Habe auch die Ärmlinge das erste mal ausprobiert, fühlte sich gut an. 60 km in 2 Stunden. Und wie immer nach dem Training zuerst in den Pool und danach Muskelregeneration mit dem Amplimove medical. Danke an Schwa-Medico die mir das Gerät zur Verfügung stellen.
Mein Team ist mittlerweile auch in Amerika angekommen und versucht in Vegas unser Budget etwas aufzubessern ;)

Tag 14 - 07.6.2018

Vorletzter Tag zur Akklimatisierung in Borrego Springs. Wie immer am Vormittag ausruhen und regenerieren. Um 14:00 Uhr wieder bei etwas höheren Temperaturen, bis ca. 42 Grad, 3 Stunden in die Wüste. Trinken, trinken, trinken das war die Devise. Heute wieder Schlagobers mit Tomatensuppe probiert. Vorbereitungen sind fast abgeschlossen, die Ladestation im Auto getestet. Wir sind auf einem guten Weg.

Tag 13 - 06.6.2018

Da heute wieder Ruhetag war, nutzten wir die Zeit um nach Oceanside zu fahren und bei Lowe’s den bestellten Fahrradträger abzuholen. Wir besorgten auch noch ein paar Kleinigkeiten beim Walmart die uns noch fehlten. Leider hatten wir zur Montage des Fahradträgers nicht das richtige Werkzeug, doch Christoph Strasser´s Team konnte uns aushelfen. Nach dem relativ langen sitzen im Auto fuhr ich am späten Nachmittag noch eine kleine Runde mir dem Rad um die Beine auszulockern.

Tag 12 - 05.6.2018

Noch eine Woche bis zum Start, der Countdown läuft. Heute standen 2 Stunden Training auf dem Plan, bei Hitze und bis 180 Watt. Es war jedoch wesentlich angenehmer, da die maximal Temperatur NUR 41 Grad betrug. Trotzdem war kühlen angesagt und so testete ich zwischendurch die Baumspritze, was momentan eine ziemliche Erleichterung war. Ich konnte 40,6 Meilen (65,34 km) mit einer Durchschnittsleistung von 164 Watt abspulen und dabei eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 32,1 km/h halten. Ich hatte jedoch heute kaum Höhenmeter.

Tag 11 - 04.6.2018

Um mich nicht zu überfordern stand heute am Trainingsplan „ RUHETAG“, also nur essen, trinken und schwimmen.  Ich habe nur überprüft ob die Länge des Lautsprecherkabels ausreichend ist.

Tag 10 - 03.6.2018

Heute standen 3 Stunden am Trainingsplan, mit den Angaben „noch heißer“, etwas mehr Intensität aber großteils unter 180 Watt. Also starteten wir das Training um 14:00 Uhr bei einer Außentemperatur von 42 Grad, wobei mein Garmin eine Höchsttemperatur von 49,2 Grad während des Fahrens anzeigte. Ich habe vor dem wegfahren und währenddessen Schlagobers mit Tomatenmark und Salz getrunken und außerdem noch 6 Flaschen Wasser zu mir genommen. Ca. eine Stunde vor dem Ende funktionierte die Schaltung für das vordere Kettenblatt nicht mehr. Geworden sind es dann trotz Schaltungsproblemen 80 km mit 1400 Höhenmetern in einer Zeit von 3Std.50 min. Heute haben wir zwecks Kühlung den Friobeutel im Helm mit gutem Erfolg getestet, während des Rennens stehen noch zusätzlich eine Wasserspritze und Kübelspritze zur Verfügung.

Tag 9 - 02.6.2018

Da ich quasi Tür am Tür mit Christoph Strasser wohne trafen wir uns heute um zu plaudern. Auch er hatte so wie ich sein Training erst für Nachmittag geplant um sich an die extremen Temperaturen zu gewöhnen. So blieb uns noch genügend Zeit um durch die Mall von Borrego Springs zu spazieren und unser Auto aufzutanken. Hier ist der Benzin mit ca. 80 Cent pro Liter um einiges günstiger als bei uns.

Um die Ernährungsweise zu testen trank ich heute vor dem Training einen Viertel Liter Schlagobers mit Ei und Kakao und einen Viertel Liter nahm ich mit den 4 Flaschen Wasser mit. Pünktlich um 14 Uhr startete ich bei 41 Grad für eine Ausfahrt von 2,5 Stunden. Zeitweise zeigte das Thermometer 44,7 Grad. Ich leerte ca. alle 35 min eine Flasche Wasser. Bei meiner Strecke fuhr ich 39,2 Meilen und überwand dabei 600 Höhenmeter. Auf der Strecke durch die Wüste wurde mir nicht langweilig, da links und rechts der Fahrbahn immer wieder Metallfiguren standen. Heute wurde mir die Wichtigkeit des Akklimatisierens bewusst, da das heutige Training sehr fordernd war. Es ist für mich immer noch eine große Herausforderung 3 Tage bei dieser Hitze am Rad zu sitzen. Aber ich werde es schaffen. Um 20:30 zeigt das Thermometer immer noch 32 Grad. Eine Abkühlung im Pool musste also auch noch sein.

Tag 8 - 01.6.2018

Meinem täglichen Ritual folgend saß ich schon um halb sechs Uhr in der Früh vor unserem Zimmer und musste mit ansehen wie ein anderer Gast beim Ausparken mein Auto touchierte. Mit Hilfe meines Crew-Mitgliedes Andreas verständigten wir den Autovermieter um die Sache zu klären. Jetzt sind wir schon den 5.Tag in Borrego Springs und es zeigt sich kein Wölkchen am Himmel. Heute hatte ich kein Training. So konnte ich mich in aller Ruhe dem Pacecar widmen und installierte die Verkabelung für die Zusatzscheinwerfer und dem Stromverteiler im Wageninnern. Jetzt fehlen nur noch die Scheinwerfer, die wir aber erst kurz vor dem Rennen montieren werden. Auch für die Reinigung des Fahrrades war noch genug Zeit. Zur Abkühlung gingen wir immer wieder in den Pool. Der Tag verlief fast wie Urlaub.

Tag 7 - 31.5.2018

Da heute das Training bei etwas wärmeren Temperaturen geplant war entschlossen wir uns nach dem Frühstück zuerst noch in Borrego Springs die Mall zu besichtigen. Dabei erledigten wir noch den Lebensmitteleinkauf. Leider ließ sich hier der von uns gewünschte Schlagobers nicht finden. Um 10:00 Uhr startete ich mit der Ausfahrt Richtung Salton Lake City. Die Straßen sind teilweise in einem sehr schlechten Zustand. Die Temperatur hielt sich heute bei 31-37 Grad. Nach 2 Stunden und 55 km beendete ich das Training am Salton See. Natürlich durfte ein Besuch des Sees nicht fehlen und so spazierten wir ans Ufer. Der See ist sehr schmutzig und am Ufer extremer Gestank so das wir uns dort nicht lange aufhielten. Da wir in Salton Lake City keine Möglichkeit gefunden haben etwas zu Essen, entschlossen wir uns weiter nach Brawley zu fahren. Auf dem Weg dorthin erlebten wir unseren ersten Sandsturm. Gott sei Dank  im Auto und nicht am Rad. Mittlerweile war der Hunger so groß, dass wir einfach nur eine Jause haben wollten. Im Vons, einer Mall, wurden wir fündig. Nicht nur die Jause, sondern der schon lange gesuchte Schlagobers war hier im Sortiment. Wir kauften gleich 8 Liter davon  und zum Testen Eier im Tetrapack. Mit einer Sorge weniger führen wir zurück. Die tägliche Abkühlung im Pool durfte auch nicht fehlen. Am Abend ist auch Christoph Strasser im Stundsland Inn eingetroffen. Natürlich mit dem Fahrrad von Oceanside nach Borrego Springs.

Tag 6 - 30.5.2018

Heute erste Ausfahrt war super. In den gefahrenen 90 min gab es  2 Kurven und ich bin  2 mal abgebogen. Ansonsten nur gerade aus mit viel auf und ab. Die Temperatur um 8:00 Uhr morgens  war noch relativ angenehm. Danach genossen wir den spärlichen Schatten einer Palme und den Pool, was jedoch meiner Insulinpumpe zum Verhängnis wurde. Nach dem schwimmen zeigte die Insulinpumpe am Display „massiver Schaden„ an. Beim entfernen der Batterie wurde ein Riss sichtbar durch den Wasser eingedrungen war. Die Pumpe ist kaputt. Gott sei Dank habe ich eine Ersatzpumpe dabei welche ich schon Zuhause vorprogrammiert hatte. So konnte ich diese ohne Probleme aktivieren. Morgen sollte ich laut Trainingsplan bei etwas wärmeren Temperaturen fahren. Also von ca. 10:00 - 12:30 Uhr. Bin schon gespannt wie es mir dabei geht. Vorhersage für morgen 37 Grad.

Tag 5 - 29.5.2018

Die erste Nacht in Borrego Springs gut überstanden meldet der Wetterbericht für heute 43 Grad. Schon in der Früh bekam ich einen Anruf von zu Hause und wir stimmten noch ein paar Punkte zu Vorbereitung ab. Die geplanten Besorgungen sind, bis auf eine Personenwaage, alle schon erledigt. Die Einheimischen hier sind sehr hilfsbereit und so bin ich zuversichtlich trotz meiner hervorragenden Englischkenntnisse die letzen Vorbereitungen auch noch abschließen zu können. Heute habe ich meine beiden Räder ausgepackt und zusammengebaut. Die größte Hitze verbrachten wir im Liegestuhl am Pool und gegen Abend machte ich noch einen Funktionstest bei den Rädern.
Danke an Alpen-Bike für die tolle Vorbereitung meiner Räder und das Service in den letzen Jahren. Morgen gibts die erste Ausfahrt!

Tag 4 - 28.5.2018

Heute verließen wir L.A. bei Hochnebel und fahren nach Ocean side hier haben wir einen Fahrradträger bestellt, und auch hier wird am 12.6.2018 der Start zum RAAM sein. Um die Mittagszeit fuhren wir Richtung Borrego Springs wo uns 39 Grad und ein strahlend blauer Himmel erwarteten. Wir checkten im Motel ein, gingen einkaufen und testeten den Pool. Hier lässt es sich 11 Tage aushalten und ich freue mich schon darauf endlich mein Fahrrad auszupacken.

Tag 3 - 27.5.2018

Thomas hat immer wieder überlegt wie wir zu einem Radständer kommen, und deshalb nicht gut geschlafen. Gleich am Morgen haben wir mit der Suche im Internet begonnen und sind dabei auf zwei Adressen in L.A. gestoßen. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg, leider umsonst, denn beide Adressen gab es nicht. Wir machten eine Sightseeingtour über die ganze Länge des Santa Monica Blvd. Durch Beverly Hills und bis zum Pazifik. Den Pazifik Highway Richtung Norden bis Malibu. Den restlichen Tag ließen wir im Hotel ausklingen. Wir freuen uns schon auf morgen und auf die Fahrt nach Borrego Springs.

Tag 2 - 26.5.2018

Der erste Tag in Amerika aufgewacht. Das Frühstück hier passt gut zu unserer Ketogenen Ernährung und ist in jedem Fall ausgiebig. Heute hatte ich noch Trainingsfrei und so stand ein Trip durch Los Angeles am Programm um die ersten Besorgungen zu erledigen. Die Sprache hier stellt doch immer wieder ein Hindernis dar, doch mit Händen und Füßen kann man sich ja auch einigermaßen verständigen. Nach langer suche fanden wir am Nachmittag einen Baumarkt wo wir fast alles fanden was wir noch brauchen. Mit sehr leckeren Barbequed Rips ließen wie den Tag ausklingen. 

Tag 1 - 25.5.2018

Ein turbulenter Start. Um 4 Uhr früh klopft es an der Schlafzimmertür und wir werden gefragt, ob wir es uns anders überlegt hätten und doch nicht nach Amerika fahren wollen. Wir hatten verschlafen. Ein Joghurt im stehen als Frühstück, und schon ging’s wenig später nach Wien. Einchecken und Sicherheitskontrolle am Flughafen ging problemlos und relativ schnell. Ein Strafzettel wegen falsch Parken am Flughafen, ein Kaffee, ein kleines Frühstück und dann ging’s mit dem Flieger, bei Regen nach L.A. Nach 11Std. und 55Min reiner Flugzeit landeten wir bei strahlendem Wetter und kaltem Wind. Das auschecken dauerte dann umso länger. 3 Sicherheitskontrollen, eine extra Kontrolle bei der Homeland Security mit dem ganzen Gepäck. Dann kam noch die Suche nach der Autovermietung, die zwar neben dem Flughafen ist, doch der Flughafen ist gefühlte 10 km lang. Das Auto passte auch noch nicht und wir mussten upgraden auf ein größeres, einen Chevy Surburban. Müde und zufrieden im Hotel angekommen mussten wir uns noch was zu essen besorgen. Nach 25 Stunden auf den Beinen freuen wir uns aufs Bett.
Hier noch mal Danke an das Seegut-Eisl mit dem Eisl-Eis für die großartige Unterstützung und das zur Verfügung stellen eines Autos zum Flughafen.

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